NEUJAHRSKONZERT

Konzertsaal Solothurn

2. Januar 2022

 

Stefanie-Ingold_Ansprachen.jpg

Sehr geehrter Herr Bürgergemeindepräsident, Sergio Winiger

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger

 

Ich begrüsse Sie im Namen der Stadt Solothurn ganz herzlich zu unseren traditionellen Neujahrkonzert, es wird dieses Jahr zum 37. Mal durchgeführt. 

Es freut mich sehr, dass wir heute den Anlass durchführen können, nachdem er im letzten Jahr ausfallen musste, und wir auch jetzt wieder eine sehr unsichere Situation haben.

 

Wir freuen uns sehr, dass Sie so zahlreich erschienen seid, es zeigt uns, welch grosses Bedürfnis besteht auf kulturelle Anlässe und welche grosse Bedeutung die Kultur für uns hat. Und ich danke unserem Stadtschreiber, Hansjörg Boll, der einmal mehr den Anlass für uns organisiert hat. Für ihn ist es das letzte Mal – danke Hansjörg!

 

Als Sponsoren fungieren ebenfalls einmal mehr die Regiobank Solothurn (seit 2007) und die Druckerei Herzog AG (seit 1999) – ebenfalls herzlichen Dank!

 

Erwähnen möchte ich hier speziell, dass das diesjährige Neujahrskonzert vom designierten Chefdirigenten Yannis Pouspourikas dirigiert wird. Die Funktion als Chefdirigent und Direktor Konzerte des TOBS wird er im Sommer aufnehmen. Kaspar Zehnder verlässt TOBS Ende dieser Saison und wird im Juni sein letztes Konzert in seiner Funktion als Chefdirigent dirigieren.

 

Liebe Damen und Herren, ich wünsche euch von Herzen ein gutes neues Jahr, und wichtiger denn je in diesen Zeiten beste Gesundheit!

 

Wenn wir auf das letzte Jahr zurückschauen, passen diese Zeilen, welche ich euch vorlesen möchte, aus meiner Sicht sehr gut:

 

Greises Jahr

Ich seh dich an
du greises Jahr
und denk daran,
wie schwer du warst.

Bittere Minuten noch bis wir uns scheiden
bis wir vertauschen unser Angesicht.
Du gehst mit leisem Leiden
in ein neues grosses Licht.

 

Ich lass dich los
du greises Jahr
und vertrau auf das,
was kommen muss
und kommen mag.

 

Ja, was soll kommen, was muss kommen? 

Sicher haben wir alle die Hoffnung, dass es besser wird, dass es besser werden muss. Doch das hofften wir schon im letzten Jahr, trotzdem hält uns das Virus immer noch im Griff, bestimmt unseren Alltag. Da ich definitiv eine Optimistin bin, finde ich doch, dass es besser ist, denn eben das Neujahrkonzert konnte im letzten Jahr gar nicht stattfinden.

Was soll noch kommen im neuen Jahr? Es soll uns Zuversicht bringen, Zuversicht, dass wir diese grosse Krise als Gemeinschaft, als Gesellschaft zusammen bewältigen können.

 

Wir müssen untereinander ein solidarisches Verhalten zeigen.

Solidarisch zu sein, heisst Verantwortung zu übernehmen, alle müssen in dieser Pandemie noch mehr als sonst Verantwortung übernehmen für ihr eigenes Handeln.

 

Dann wünsche ich mir vom neuen Jahr eine grosse Dialogbereitschaft und dass die Kräfte, welche eine Spaltung der Gesellschaft herbeiführen wollen, zum Beispiel zwischen alt und jung, zwischen Männer und Frauen oder zwischen Stadt und Land keinen Nährboden finden werden. Ich wünsche mir, dass die Kraft der Gemeinsamkeit grösser ist – und da ich Optimistin bin, glaube ich fest daran, dass es gut kommen wird!

 

Und nun freue ich mich sehr auf die beschwingten Klängen aus bekannten Operetten des Sinfonie Orchester Biel Solothurn unter dem Titel „Von Paris nach Wien“. Wenn es zurzeit schwierig ist zu reisen, kann uns die Musik in andere Orte führen.

Und diese Melodien verkörpern doch auch Hoffnung, Zuversicht und Lebensfreude, was wir in diesen Zeiten gut brauchen können.

 

Leider wird anschliessend das Neujahrs – Apéro nicht stattfinden können – somit soll es so gelten –

Prosit Neujahr!