BUCH VERNISSAGE MARA MEIER

Bücher Lüthy

27. April 2022

 

Stefanie-Ingold_Ansprachen.jpg

Liebe Mara Meier

Liebe Anwesende

 

Ich danke herzlich für die Einladung und überbringe sehr gerne die Grussworte der Stadt Solothurn.

 

Nach Ostern habe ich das Buch «im Sommer sind die Schatten blau» in den Händen gehalten und, ich gebe es zu, bin noch nicht dazu gekommen, es zu lesen.

 

Bevor ich mit dem Lesen eines Buches beginne, lese ich oft zuerst das Nachwort oder den Epilog, wenn dies vorhanden ist. Da stellt sich entweder die Neugierde ein, das Buch wirklich zu lesen oder es doch sein zu lassen.

 

Nachdem ich beides von deinem Buch, liebe Mara, gelesen haben, freue ich mich sehr darauf, spätesten in den Sommerferien die Zeit zu finden, das Buch zu lesen.

 

Auf jeden Fall möchte ich dir danken, dass du die Geschichte von Amanda Tröndle-Engel aufgenommen hast, dass du diese Frau sichtbar gemacht hast.

 

Wir alle wissen, dass in der Geschichte die Frauen mehrheitlich fehlen, obwohl viele, sehr viele Bedeutendes und Einflussreiches geleistet haben. Und oft wurden ihre Ergebnisse oder Werke gar ihren Männern zugeschrieben.

 

Den Weg, der Amanda Tröndle-Engel gegangen ist, ist umso bemerkenswerter, wenn wir in Betracht ziehen, dass sie und ihre Mutter bevormundet wurden, als ihr Vater starb, als sie 10 Jahre war. Wenn ich von diesen Bevormundungen von Frauen lese (was ja noch lange, lange Praxis war), befällt mich jeweils ein gewisser Zorn, auch wenn ich natürlich weiss, dass dies andere Zeiten waren. 

 

Doch Frauen wie Tröndle-Engel brauchte es, jede Biografie von Frauen, die ein eigenständiges Leben wählten und dies auch durchzogen, trug dazu bei, dass es für uns heute selbstverständlich ist, dass ich als Frau mein Leben selber bestimme. Obwohl wir wissen, dass diese Selbstverständlichkeit noch nicht lange auch gesetzlich verankert ist – dabei ist die Einführung des Frauenstimmrechtes ja nur der eine Teil. Das alte Ehegesetz, welches die Frau stark bevormundete wurde erst 1988 revidiert.

 

Liebe Mara, du machst für uns ein Stück Frauengeschichte von Solothurn sichtbar, daher freue mich umso mehr darauf, das Buch zu lesen!

 

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!