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NOMINATIONSREDE

Lesen Sie hier die Rede, die ich anlässlich meiner Nomination als Stadtpräsidentin am 23. September 2020 gehalten habe.

Liebe Genossinnen und Genossen


Ich weiss, dass es für euch alle eine grosse Überraschung war, dass ich mich als Kandidatin für die Wahl zur Stadtpräsidentin zur Verfügung stelle – einige von euch kennen mich von verschiedensten Begebenheiten her, einige mussten nachfragen, wer ich bin.
Ich stelle mich euch hier vor, meine Person, meine Motivation für diesen Schritt, meine Positionen und was mich aus macht.

 

Über meinen Lebenslauf und meinen beruflichen Werdegang konntet ihr schon Einiges nachlesen, hier nur nochmals für mich die wichtigsten Eckdaten:

 

  • Ich wohne zusammen mit meiner Familie im Dürrbachquartier

  • Seit 1993 arbeite ich in der Stadt (ja, genau seit diesem Jahr, in dem Kurt Fluri Stadtpräsident wurde…), ich habe an der Oberschule im Hermesbühl unterrichtet, stieg da in die Schulleitung ein

  • Seit 2011 leite ich die gesamte Sek I der Stadt und habe zusammen mit meinem Team die neue Sek I der Stadt aufgebaut

  • Ich habe mich nach der Ausbildung zur Sek - Lehrerin stetig weitergebildet, ich habe die CAS Schulleitung, Q – Management und betriebliches Gesundheitsmanagement absolviert-

  • Seit 10 Jahren bin ich im Vorstand des solothurnischen Schulleitungsverbandes, ich habe in vielen kantonalen Arbeitsgruppen in Bereich Bildung mitgearbeitet

  • Und seit Kurzem bin ich im Lenkungsausschuss des Bachtelen tätig

 

Motivation

Ich bin eine leidenschaftliche Solothurnerin, ich liebe die Stadt Solothurn mit all ihren Facetten, mit ihrer Kultur, ihren wunderschönen Plätzen und Gassen, mit ihrer vielfältigen Bevölkerung und das Angebot an wunderbaren Restaurants ist nicht zu übertreffen
Ich bin ein sehr politischer Mensch, ich wurde in meinem Elternhaus politisiert, mein Vater war lange Gemeinderat, für die CVP – es gab oft hitzige Diskussionen am Tisch, wir waren politisch nicht immer einig, aber das hat mich geprägt, ich habe gelernt für meine Meinungen einzustehen, auch zuzuhören – dafür bin sehr dankbar.
Der Anstoss mich für die Wahl als Stadtpräsidentin zur Verfügung zu stellen kam auch aus meinem engsten Familienkreis. Mit dem Wahlausschuss zusammen haben wir mein Profil analysiert und kamen klar zum Standpunkt, dass ich mit meiner Persönlichkeit und meinem Leistungsausweis absolut die richtige Wahl bin!


Dass ich mich für das Stadtpräsidium zur Verfügung stelle, hat zudem mit meiner tiefen Überzeugung zu tun, dass es Solothurn und ihre vielfältige Bevölkerung verdient hat eine Wahl zu haben und dass es an der Zeit ist, dass sich die Wandlung der Gesellschaft auch in politischen Aemtern abbildet.


In der 2000-jährigen Geschichte unserer Stadt gab es doch auch schon einige Veränderungen, auch wenn es heisst „es isch immer eso gsi“ – die Römer sind auf jeden Fall nicht mehr hier….
Auch die Patrizier mussten irgendeinmal weichen, als die „Burger“, die Bürger, ihr Recht auf Mitsprache einforderten.
Nun hatten wir wieder eine lange Zeit mit „Es isch immer eso gsi“: 1896 wurden zum ersten Mal im Gemeinderat Parteien ausgewiesen. Und wir wissen es alle, seit damals präsidiert ein FDP-Mann die Stadt Solothurn.
Bis 1977 hatte die FDP immer die absolute Mehrheit (Ausnahme eine Legislatur 1941) im Gemeinderat. Die Sitze bzw. der Wähleranteil wurde von Wahl zu Wahl weniger, seit 2017 stellt die SP die grösste Fraktion im Gemeinderat – daran sehen wir, dass sich die Bevölkerungsstruktur in der Stadt stark gewandelt hat und die Themen der SP gehört werden und wichtig sind. Wenn wir uns die Veränderung der Bevölkerungsstruktur der letzten Jahrzehnte anschauen zeigt sich der Wandel der Gesellschaft am eindrücklichsten in der Konfessionsstatistik der Stadt. Bis 1970 waren es praktisch 100 % Katholiken und Reformierte, 2010 waren es noch etwas über 50% und 2020 noch etwas knapp über 40%.


Die Gesellschaft verändert sich und es ist mehr als an der Zeit, dass dieser Wandel auch im Stadtpräsidium ankommt! Und bei allen Veränderungen, bleibt doch immer etwas immer gleich: in einer Zahl hat sich die Bevölkerungsstruktur in den letzten 2000 Jahren nicht geändert: Männer: Frauen ca 50: 50 – daher ist es auch nach 50 Jahren Frauenstimmrecht mehr als an der Zeit, dass Solothurn eine Stadtpräsidentin bekommt!


Positionen

Ich stehe ein für eine zukunftsgerichtete, nachhaltige, offene und urbane Stadt, in der auch die Schwächsten unserer Gesellschaft nicht verloren gehen. Die Lebensqualität in unserer Stadt ist hoch, damit das bleibt, ist Bewährtes zu erhalten und mit Bedacht fortzuentwickeln. Gleichzeitig braucht es auch Offenheit für Neues, Innovationskraft und mutige Schritte in die Zukunft. Nur so lassen sich die kommenden Herausforderungen gemeinsam meistern.


Ich werde mich dafür einsetzten, dass wir die anstehenden Projekte in der Stadtentwicklung so zügig wie möglich angehen werden. Mit dem Weitblick haben wir eine grosse Chance einen zukunftsorientierten Stadtteil zu entwickeln, welcher z.B alternative Wohnformen für Familien und Menschen im Alter zulässt.
Wichtig ist für mich der gesellschaftliche Zusammenhalt in unserer Stadt. Ich setzte mich für genügende und starke Angebote in er Frühförderung und Kinderbetreuung ein. Der demografischen Veränderung müssen wir gerecht werden, in dem wir ein gut ausgebautes Spitex Angebot haben und Wohnraum für altersgerechtes Wohnen. Ich unterstütze alle Angebote für die Jugend und das Stimmrecht für 16 – jährige.

Wir müssen gute Rahmenbedingungen für unsere Vereine erhalten und schaffen – sie leisten eine unbezahlbare Arbeit für die Integration und die gesamte Gesellschaft.
Wir sind eine Energiestadt, diesen eingeschlagenen Weg müssen wir zwingend weiterverfolgen, eigentlich ist es in der heutigen Zeit unabdingbar, dass wir das Goldlabel erreichen.
Ich setze mich für den weiteren Ausbau des ÖV und Langsamverkehrs ein und hochwertigen öffentlichen Raum.
Selbstverständlich sind für alle unsere Herausforderungen, die zu meistern sind, eine gesunde und langfristige Finanzpolitik unabdingbar. Ich bin von Haus aus sparsam, mir wurde mitgegeben, dass kein Geld ausgegeben werden kann, das nicht vorhanden ist! Die Stadt hat aber einen grossen Investitionsbedarf und ein Vermögen, das wir nun investieren müssen – gerade in der sich anbahnenden Krise muss die öffentliche Hand investieren, was jetzt absolut wichtig und richtig ist – gleichzeitig werden wir aber sehr gut zu unseren finanziellen Ressourcen schauen müssen, da wir nicht genau wissen, was auf uns zu kommt – Corona, Steuerinitiative im Kanton.


All unser Handeln muss gegenwartsbezogen und auch zukunftsgerichtet sein!


Das macht mich aus

Diese Sichtweise bringe ich aus meiner jetzigen Arbeit als Schulleiterin mit – wir machen Tag für Tag Schule und müssen dabei immer in die Zukunft schauen und uns weiterentwickeln.
Ich bringe eine grosse Führungserfahrung mit, ich weiss wie man mit verschiedensten Personen und Ansprüchen gemeinsam zu einem Ziel kommt. In der Führung gilt es ein Ziel, eine Vision zu haben und diese im Alltag nicht aus den Augen zu verlieren. Es bedeutet die Menschen, um einen zu motivieren und möglichst alle ins gleiche Boot zu holen und gemeinsam unterwegs seindas Stadtpräsidium ist Führung – und führen und Verantwortung übernehmen kann ich.
Ich bin eine offene und neugierige Persönlichkeit, Aufgaben packe ich mit Leidenschaft und Ausdauer an und scheue dabei die Auseinandersetzung nicht.
Zudem kenne ich durch meine langjährige Tätigkeit als Schulleiterin in der Stadt die Verwaltung bestens – eine Schulleitung hat mit allen Abteilungen zu tun.


Nun – meine Kandidatur wurde ja schon als „kühner Ritt“ bezeichnet – das gefällt mir eigentlich sehr gut, das bedeutet doch beherzt, couragiert und furchtlos – genau so müssen wir den bevorstehenden Weg gehen!


Veränderungen und Wandel machen mir keine Angst, ich sehe darin immer Chancen!

 

Liebe Genossinnen und Genossen

Ich bin überzeugt, dass ich durch mein bisheriges Wirken, meinen Erfahrungen und meiner Persönlichkeit bestens geeignet bin für das Amt als Stadtpräsidentin, ich bin mit all meiner Energie und Kraft bereit dafür– und es ist an der Zeit, dass nach 2000 Jahren unsere wunderschöne Stadt eine Stadtpräsidentin bekommt!
Stefanie Ingold

 

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© 2020 Stefanie Ingold

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